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Leistungen der Grundversicherung während der Mutterschaft

Gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) übernimmt die Grundversicherung Ihrer Krankenkasse während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett die folgenden Leistungen:

Schwangerschaft
Während einer normalen Schwangerschaft  sind sieben Routineuntersuchungen bei einem Arzt, einer Ärztin oder einer Hebamme sowie zwei Ultraschalluntersuchungen (eine zwischen der 10. und 12. und die zweite zwischen der 20. und 23. Schwangerschaftswoche) von der Grundversicherung gedeckt. Wobei zu erwähnen ist, dass einige Krankenkassen kulanterweise alle Ultraschalluntersuchungen übernehmen. Informieren Sie sich deshalb über den Leistungsumfang Ihrer Kasse. Bei einer Risikoschwangerschaft wird u.U. eine Kostenbeteiligung der Versicherten gefordert, mehr dazu finden Sie unter Wichtig zu wissen.

Bei speziellen medizinischen Untersuchungen, z.B. einer Fruchtwasseruntersuchung, sollten Sie sich vorher informieren, ob die Kosten übernommen werden. Die Grundversicherung bezahlt diese Kosten, sofern die Untersuchung aus zwingenden Gründen notwendig ist, z.B. bei Verdacht auf Down-Syndrom oder wenn die Mutter über 35 Jahre alt ist. Liegt keine Indikation vor, müssen die werdenden Eltern solche Untersuchungen selber bezahlen.

Hebammen sind gemäss Gesetz den Ärzten gleichgestellt. Sie können deshalb die Betreuung einer Hebamme während der Schwangerschaft zu Lasten der Grundversicherung abrechnen.

Geburtsvorbereitungskurse
An Geburtsvorbereitungskurse wird ein Beitrag von 100 Franken geleistet, sofern die Kurse von Hebammen und in Gruppen durchgeführt werden. Kurse bei Geburtsvorbereiterinnen oder Physiotherapeutinnen werden nicht von allen Kassen übernommen. Klären Sie dies vor der Anmeldung unbedingt ab.

Geburt und Wochenbett
Die Grundversicherung deckt die Kosten für Geburt und Wochenbett in der allgemeinen Abteilung eines öffentlichen Spitals im Wohnkanton, in der Regel während 5 Tagen bei einer normalen Geburt und 8 Tagen bei einem Kaiserschnitt. Es besteht aber keine freie Arztwahl. Das heisst, Ihr Gynäkologe oder Ihre Gynäkologin, welche/r Sie während der Schwangerschaft betreut hat, wird Sie bei der Geburt nicht begleiten. Falls Sie dies möchten, benötigen Sie eine Zusatzversicherung.

Bei einer Geburt im Geburtshaus übernimmt die Grundversicherung die Gesamtkosten, sofern das Geburtshaus auf der Spitalliste des Wohnkantons steht. Ansonsten sind nur die Kosten für die Hebamme, die Ärztin oder den Arzt gedeckt - wie bei einer Hausgeburt. Die Kosten für den stationären Aufenthalt und die Infrastrukturkosten müssen die Eltern in diesem Falle selber übernehmen. Was ins Geld gehen kann. Informieren Sie sich deshalb vorgängig über den genauen Leistungsumfang Ihrer Krankenkasse. 

Nachkontrolle und Stillberatungen
Von der Krankenkasse wird eine Nachkontrolle des Neugeborenen zwischen der 6. und 10. Woche nach der Geburt übernommen. Zudem sind fünf Hausbesuche und drei Stillberatungen durch Hebammen oder speziell ausgebildetem Krankenpflegepersonal gedeckt. Im Falle einer ambulanten Geburt oder Hausgeburt wird die Betreuung im Wochenbett durch eine Hebamme während zehn Tagen übernommen.

Spitalkosten für das Neugeborene
Die Spital- und Pflegekosten für das gesunde Neugeborene, welche während des Spitalaufenthalts mit seiner Mutter anfallen, gehen zu Lasten der Grundversicherung der Mutter. Die Spital- und Pflegekosten eines kranken Neugeborenen gehen zu Lasten des Versicherers des Säuglings.


Wichtig zu wissen

Franchise und Selbstbehalt
Bei einer normalen Mutterschaft gelten für die Leistungen der Grundversicherer während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett weder die Franchise noch der Selbstbehalt. Medikamente und Hilfsmittel hingegen wie z.B. Stützstrümpfe und Milchpumpe unterliegen dem Selbstbehalt und der Franchise.

Risikoschwangerschaft
Anders als bei einer normalen Mutterschaft unterliegen die Leistungen während einer Risikoschwangerschaft der Franchise wie auch dem Selbstbehalt, denn die auftretenden Komplikationen, Risiken oder eine Fehlgeburt werden als Krankheitskosten betrachtet. Das betrifft z.B. die Hospitalisation zur Vermeidung einer Frühgeburt, die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes und Infektionen oder eine psychotherapeutische Behandlung von Depressionen nach der Geburt. Wenn Sie eine allfällige Kostenbeteiligung Ihrerseits möglichst gering halten möchten, wählen Sie die tiefste Franchise.

Frühzeitiger Abschluss der Krankenkasse
Melden Sie Ihr Kind rechtzeitig bei einer Krankenkasse an, denn nur so werden allfällige Kosten vom ersten Tag an übernommen. Das Gesetz verlangt eine Anmeldung bis spätestens drei Monate nach der Geburt. Einige Grundversicherer setzten aber voraus, dass Sie Ihr Kind bereits vor der Geburt anmelden.

Vermerk "Mutterschaft" auf den Arztrechnungen
Für Krankenkassen ist es aufgrund der eingereichten Rechnungen oft nicht ersichtlich, dass es sich um Behandlungen während der Mutterschaft handelt. Lassen Sie deshalb von Ihrem Arzt auf den Rechnungen den Vermerk "Mutterschaft" anbringen.